Razzia in New Yorker Poker Clubs
27. Mai 2005 - New York, USA. Die Polizei verhaftete 39 Menschen und beschlagnahmte über 100.000 US-Dollar bei einer Großrazzia, die gleichzeitig in zwei Manhattaner Poker Clubs durchgeführt wurde.
Die Aktion fand am Donnerstag gegen 23 Uhr statt. Die Ziele waren der Club "Playstation" in der 14. Straßse West und der "New Yorkers Players Club" in der 72. Straße West.
"Alle Verhafteten sind Angestellte der Clubs", so die Polizei danach. Laut Aussage waren zur Zeit der Razzia 100 bis 150 Spieler in jedem der beiden Clubs. Dieses allerdings wurden nicht festgenommen. Nach New Yorker Recht ist nicht das Glücksspiel illegal, sondern der Profit von Glücksspiel.
Den Festgenommenen wird Werbung für Glücksspiel und illegaler Besitz von Glücksspiel-Geräten vorgeworfen - Beides Straftaten, auf die mehrere Jahre Strafvollzug stehen. Die Polizei stellte außerdem geringe Mengen Marijuana sicher, dass allerdings nicht zugeordnet werden konnte.
"Der Gewinn der Poker Clubs betrug pro Nacht jeweils $20.000 bis $30.000", sagte Lt. Pasquale Morena der Presse gegenüber. Unter den Besuchern der Clubs zum Zeit der Razzia waren auch bekannte New Yorker Schauspieler und Anwälte, deren Namen die Polizei jedoch nicht nannte.
Auf den Einsatz von Gewalt konnte grötenteils verzichtet werden. Die sorgfältigen Untersuchung, die der Razzia vorraus gingen, starteten schon im November 2004. Moreno sagte nach dem Einsatz: "Sie dachten, sie würden beraubt. Ich hörte oft «Gott sei Dank, dass es nur die Polizei ist »."
Die Spieler waren von der Polizeiaktion weniger begeistert. "Jetzt muss ich wohl online spielen, was ich eigentlich nicht mag", sagte ein 60-jähriger Gast des Clubs "Playstation" nach der Razzia.
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