Die Kunst zu wissen, wann man nicht spielt

Poker macht Spass. In einer gemütlichen Runde zusammensitzen und spielen, mehr als nur quatschen und Bier trinken, kurz: Ein schönes Gesellschaftsspiel. Poker kann sich allerdings auch schnell ins Negative kehren, wenn man spielt, obwohl man es nicht sollte. Finanzielle Probleme, Depression und Sucht sind eventuelle Auswirkungen.

Deshalb sollte man als Spieler für sich selbst Verantwortung übernehmen und, bewußt oder unterbewußt, Regeln für das eigene Spiel festlegen. Die folgende Liste soll als Positivbeispiel dienen.

Ich spiele nicht Poker, wenn...

- es nicht legal ist. Dieser Punkt spricht für sich selbst, in fast allen Ländern stehen auf illegalem Glücksspiel hohe Strafen. Wenn Sie Zweifel haben, fragen Sie Ihren Rechtsanwalt.

- ich Geld einsetzen muss, das gebraucht wird. Grundsätzlich sollte man nur mit Geld spielen, dass übrig ist und nicht für die Lebensplanung benötigt wird. Glücksspiel führt viele Menschen in die Verschuldung!

- ich etwas in meinem Leben vernachlässige. Den eigenen Job, die Familie und den Freundeskreis sind weit wichtiger als ein Kartenspiel.

- ich nur vor Problemen weglaufe. Egal wieviel man spielt, gewinnt oder verliert - Glücksspiel ist keine Problemlösung.

- ich unter Zeitdruck bin. Poker ist kein Spiel für Zwischendurch. Gute Spiele brauchen Zeit, aus gutem Grund heißt die Ansage bei Pokerturnieren oft "Ende offen". Zeitdruck bedeutet Stress und Ablenkung.

- ich nicht fit bin oder es mir nicht gut geht. Alkoholeinfluß, Stress, zu wenig Schlaf oder Krankheit - wenn man sich nicht gut fühlt, spielt man nicht.

- ich anfällig für Glücksspiel bin. Tippe ich bei Sportwetten immer auf den Underdog, um die Quote zu erhöhen? Gibt mir das Einsetzen von Geld einen Adrenalinschub, den ich anders nicht bekomme? Habe ich das Gefühl, dem Casino gegenüber im Vorteil zu sein? Diese Indikatoren zeigen eine Anfälligkeit für das Glücksspiel an. Unter diesen Vorraussetzungen sollte man nicht Poker spielen.

- ich zu viel oder zu lange spiele. Kompulsives Verhalten ist ein Anzeichen für Sucht.

Spielen oder nicht spielen? Bei dieser Frage gilt es, für sich selber die richtige Antwort zu finden. Als Pokerspieler muss man stets sein eigenes Verhalten reflektieren, um auch in Zukunft Spass am Spiel zu haben. Suchtentwicklung bei Glücksspielen schreitet meistens langsam voran - umso wichtiger ist es, die eigenen Entscheidungen auch im Nachhinein zu hinterfragen und, wenn nötig, für sich selbst festzuhalten: "Ich spiele jetzt für's Erste überhaupt nicht mehr." und ggf. professionelle Hilfe zu suchen.

Source: (2006-06-30 18:53:45)

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